Tipps und Erklärungen zur mediterranen Ernährung und speziell zum Olivenöl

Gutes Olivenöl macht ein frischer sauberer Duft aus.
Er kann begleitet sein von anderen Aromen wie frisches Gras, junge Tomaten, reife Äpfel oder Küchenkräuter. Beim Schlucken sollte es im Rachen etwas kratzen - das ist ein Zeichen von Frische und Reinheit.

Wichtig ist, dass auf dem Flaschen-Etikett der Hersteller genannt wird, Importeur oder Abfüller reicht nicht. Lange Zeit galt „Extra Vergine" oder „kalt gepresst“ als das Gütesiegel schlechthin. Nach neuesten Untersuchungen hat man aber festgestellt, dass diese Qualitäts - Definition nicht mehr hält was es verspricht. Weltweit werden etwa 3,5 Millionen Tonnen Oliven geerntet. Nach Hochrechnungen werden davon 7-10 Prozent zu nativen Olivenöl "Extra Vergine" verarbeitet, der Rest wird zum minderwertigen Lampantöl. Im Handel werden dagegen ca. 65 Prozent Nativ Extra angeboten, das Lampantöl taucht dementsprechend gar nicht auf. Gefälscht wird dadurch, dass das Lampantöl vakuumerhitzt wird um ranzige und muffige Töne zu beseitigen. Um den Säuregrad zu manipulieren wird es ebenfalls erhitzt und dann mit Natronlauge behandelt. Es kommt dann später als kalt gepresstes extra vergine Öl auf den Markt. Um solchen Betrügereien zu entgehen, sollte man Olivenöl nur vom Hersteller, also vom Bauern ( Azienda Agricola ) beziehen. Das ist zwar etwas teurer, aber Qualität sollte seinen Preis haben.

Als Durchschnittsverbrauch für eine Familie werden monatl. 3-5 Liter veranschlagt.

Boun Appetito
Man nehme ein Stück Weißbrot, tunke es in reines Olivenöl, gibt etwas grobes Meersalz drauf und geniest es mit einem pikanten Peccorino-Käse und einem Glas Rotwein.

Preisfenster für 1 Liter bestes Olivenöl vom Hersteller in Apulien je nach Jahreszeit 13.00 bis 20.00 Euro.